Was ist Trauer?

Wir wissen um die Endlichkeit des irdischen Lebens. Und doch fällt es uns schwer, die Realität zu akzeptieren, wenn ein Mensch stirbt, der uns ans Herz gewachsen ist.

Das hätte für unsere Psyche nachweislich ernste Folgen, wenn es nicht einen Weg gäbe, die Situation nach und nach zu bewältigen: den Weg der Trauer. Mit ihr verarbeiten wir den schwersten aller denkbaren Verluste, den Verlust eines geliebten Menschen.

Ein Kind kniet neben einem Grabstein auf einem Friedhof und berührt nachdenklich die Oberfläche des Steins.

Trauer und Tränen, das sind für uns lebensnotwendige Reaktionen, um den Weg in das eigene Leben zurückzufinden. Statt in Fassungslosigkeit zu verharren, werden wir aktiv: Wir denken an den Menschen, der uns lieb war, ehren ihn mit symbolischen Handlungen und lernen, ihn in unserer Erinnerung zu bewahren und den Verlust auf diese Weise besser zu ertragen. Trauerarbeit braucht immer ihre Zeit, und oft zehrt sie an Körper und Seele. Und doch ist sie gleichzeitig eine unverzichtbare Quelle für die eigene Lebenskraft.

"Schließ´ die Augen, erinnere dich! Öffne sie, siehst du mich? Nein, denn ich bin nicht da. Ich schließe meine Augen, denn dann bist du nah! "- Marcus Fritzsch


Frau steht in einem Raum und fragt: „Wo finde ich Hilfe für meine Trauerbewältigung?“ Hintergrund unscharf.
Text auf einem unscharfen Hintergrund: „Wie sollen wir unsere Kinder mit den Themen Abschied, Vergänglichkeit, Trauer und Bestattung vertraut machen?“